Zünftig unterwegs im weichen Weiß

Die aussichtsreichsten Schneeschuhtouren im Schwarzwald


Als erstes seine Spuren im weichen Weiß hinterlassen und die Stille weit ab von Piste und Loipe erleben – das geht am besten beim Schneeschuhwandern, und auch noch ganz in der Nähe. Teil sechs der WALDRAUSCH-Wintersportserie: die aussichtsreichsten Schneeschuhtouren im Schwarzwald.



Gipfeltour am Feldberg
Beschreibung
Alle Schneeschuhtrails auf dem Feldberg sind speziell ausgeschildert und machen es spielend leicht, auf eigene Faust die Schönheit der Umgebung zu entdecken.
Wer lieber nicht auf eigene Faust den winterlichen Feldberg erkunden möchte, kann sich einer der vielen geführten Schneeschuh-Touren am Feldberg anschließen.


Wegbeschreibung
Die Gipfeltour führt auf den höchsten Gipfel im Schwarzwald. Er startet, wie der Seebuck-Trail, vom Haus der Natur und führt zunächst zum Seebuck, indem wir dem Winterwanderweg aufwärts folgen. Nun verlassen wir den Wanderweg laut Beschilderung nach links und überqueren die Skipiste unter der Zeiger-Bahn. Nach einem wunderschönen Aufstieg durch den Wald erreichen wir den Seebuck. Danach führt uns der Weg ein kleines Stück hinunter ins "Grüble", um kurz danach zum Mittelbuck hin wieder knackig anzusteigen. Beim Aufstieg halten wir ausreichend Abstand zur Wechtenkante! Wir gelangen zum "Höchsten", dem Feldberg-Gipfel auf 1493 Meter. Dort bietet sich uns bei gutem Wetter ein herrlicher Rundblick weit über den Schwarzwald hinaus. Von hier haben wir die Wahl, entweder direkt hinab zur St. Wilhelmer Hütte zu steigen oder etwas kürzer und nach Südwesten zur Todtnauer Hütte zu gehen. Der Panoramaweg führt uns dann wieder zurück zum Haus der Natur.

Schwierigkeit: schwer
Länge: 7,6 km
Aufstieg: 263 m
Abstieg: 263 m
Dauer: 3.30 Std
Niedrigster Punkt: 1278 m
Höchster Punkt: 1479 m

 

Foto: (c) Christoph Eberle/Schwarzwald Tourismus GmbH
Foto: (c) Christoph Eberle/Schwarzwald Tourismus GmbH

Die Gipfeltour führt direkt am Feldbergturm vorbei.

 

Höchenschwander Schneeschuhtrail
Beschreibung
Die abwechslungsreiche Strecke ist überwiegend freiliegend und bietet schöne Aussichten auf die Schweizer Alpen, kurze Abschnitte führen auch durch Wälder. Einkehrmöglichkeit sind am Schneeschuhtrail vorhanden.
 Die Schneeschuhtour ist auf dem kompletten Weg ausgeschildert. Die pink-farbenen Schneeschuhschilder zeigen den Weg an, der abwechslungsreich zwischen Wiesen, Wäldern und Feldern vom Parkplatz Kreuzstein im Bogen nach Strittberg führen und von dort aus über Amrigschwand zum Ausgangspunkt zurück reicht. Auf dem Weg kann man bei etwas Geduld und einem guten Gespür sogar eventuell Wildtiere sehen oder zumindest deren Spuren im Schnee. Die Tour kann auf 5,4 km verkürzt werden. Auf dem Weg sind zwei Gasthöfe. Der Adler in Strittberg (Ruhetag: Montag) und der Adler in Amrigschwand (geöffnet ab 17 Uhr).


Wegbeschreibung
Der Weg verläuft frei auf dem Feld neben der Kreisstraße, die von Höchenschwand (Parkplatz Kreuzstein) aus nach Strittberg führt. Nach einigen Hundert Metern überquert der Schneeschuhwanderweg die Kreisstraße und führt weiter am Waldrand entlang bis in die "Gründle". Dort gibt es die Möglichkeit, einer Abkürzung zu folgen und den gesamten Weg um knapp 3 km zu verkürzen (ebenfalls ausgeschildert). Geht man den normalen Weg, führt dieser weiter am Waldrand hinab bis auf die Gemarkung "Horn", von wo aus es dann leicht ansteigend in Richtung Strittberg geht. Nach einigen hundert Metern erreichen wir den Ortsteil Strittberg.
Hier kann man eine kurze Rast im "Adler" machen. Von dort aus führt der Weg rechts am Orts- und Waldrand entlang über die "Steinrutsche". Sobald wir auf ein anderes Wäldchen vor uns treffen, geht der Weg links Richtung Amrigschwand und dann gleich rechts wieder in Richtung Höchenschwand-Attlisberg. Hier genießt man eine herrliche Aussicht auf das Alpenpanorama. Nun führt der Weg in einem kleinen Bogen etwa 1,5 Kilometer zurück zum Ausgangpunkt am Parkplatz Kreuzstein.

Schwierigkeit: leicht
Länge: 8,3 km
Aufstieg: 110 m
Abstieg: 115 m
Dauer: 3.35 Std
Niedrigster Punkt: 846 m
Höchster Punkt: 977 m


Brandenkopftour
Beschreibung
Den knirschenden Schnee unter den Füßen werden die verschneiten Wälder der Ferienregion Brandenkopf durchstapft. So darf man sich, umgeben von einer märchenhaften Winterlandschaft auf fast 1000 Meter Höhe, wie ein kanadischer Trapper fühlen. Spezielle Vorkenntnisse benötigen Sie keine - Freude am Ausprobieren und etwas Kondition genügen. Schnell haben sich auch Kinder an das Laufen mit den breiten Tretern gewöhnt.


Wegbeschreibung
Wir folgen ab dem Wanderheim Brandenkopf der Schneeschuh-Beschilderung (Tour 3). Die Strecke führt uns rund um die Bergspitzen von Brandenkopf, Steigleskopf sowie Ballenkopf. Zwischendurch erwarten uns wunderschöne Ausblicke in die Täler des Mittleren Schwarzwalds.
Wanderheim Brandenkopf - Farnlehnkopf - Steiglehütte - Bettelfrau - Am Steigleskopf - Am Ballenkopf - Ballensattel - Hinterer Berg - Über dem Forsthaus -  Schwarzenbachsattel - Spitzbrunnen - Farnlehnkopf - Wanderheim Brandenkopf
 
Schwierigkeit: schwer
Länge: 8,7 km
Aufstieg: 338 m
Abstieg: 336 m
Dauer: 2.50 Std
Niedrigster Punkt: 714 m
Höchster Punkt: 940 m

 

Foto: (c) Ferienregion Brandenkopf
Foto: (c) Ferienregion Brandenkopf

Einmalige Ausblicke am tief verschneiten Brandenkopf

 

 

Schneeschuhtour vom Ruhestein zum Mummelsee
Beschreibung
Parallel zur Schwarzwaldhochstraße verläuft diese Tour unterhalb vom Altsteigerskopf zum Seibelseckle und endet am bekannten Mummelsee. Auch hier offenbaren sich traumhafte Aussichten in die Rheinebene. Der Rückweg kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. Einkehrmöglichkeiten am Start- und Zielpunkt sowie unterwegs im Seibelseckle.
Die Dauer der Schneeschuhtour variiert je nach Schneelage und Kondition.

Schwierigkeit: mittel
Länge: 6,4 km
Aufstieg: 246 m
Abstieg: 131 m
Dauer: 3.45 Std
Niedrigster Punkt: 872 m
Höchster Punkt: 1034 m


Schlüchttal-Trail
Wegbeschreibung
Vom Parkplatz des Restaurant Waldschenke (Donnerstag Ruhetag) gehen wir zuerst 50 Meter das Tal hinab bis zur Weggabelung mit der Starttafel. Nun biegen wir links auf den schmalen Pfad und folgen diesem talaufwärts. Der Weg schlängelt entlang des romantischen Flussverlaufs der jungen Schlücht, 1,7 Kilometer hinauf bis zur Tannenmühle (Montag und Dienstag Ruhetag) – der Schwarzwaldgasthof ist bekannt für seine Forellengerichte und die liebevoll gestaltete Museumsmühle. Der urige Pfad führt uns nun über zwei Serpentinen steil nach oben. Dem Müllersbergweg nach rechts folgend können wir die Tour alternativ verlängern. Um jedoch auf der Originalroute zu bleiben, halten wir uns an den bisherigen Wegverlauf bis zur Wegkreuzung. Hier biegen wir rechts vom Müllersbergweg ab, um beständig bergab gehend zur Starttafel zurückzukehren.
Wahlweise kann die Tour auch ab der Tannenmühle gestartet werden.

Schwierigkeit: mittel
Länge: 3,8 km
Aufstieg: 68 m
Abstieg: 68 m
Dauer: 2 Std
Niedrigster Punkt: 747 m
Höchster Punkt: 815 m

 

Foto: (c) Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Foto: (c) Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Winterliche Felsenlandschaft im Schlüchttal

 

 

Schneeschuhwandern - was beachten?
Das Tolle beim Schneeschuhwandern ist, dass weder Vorkenntnisse, noch eine besondere Kondition benötigt sind: Jeder der laufen kann, kann auch Schneeschuhwandern! Genau das hat das Schneeschuhwandern in den letzten Jahren auch so beliebt gemacht. Um für die Tour perfekt ausgerüstet zu sein, darf man folgende Sachen nicht vergessen:


Ausrüstungsliste für eine Schneeschuhtour
Allgemeines
- Rucksack
- Schneeschuhe
- Wasserdichte Berg- oder Winterstiefel
- Trekkingstöcke
- Sonnenbrille
- Sonnencreme/Lippenschutz
- Erste Hilfe-Set

Bekleidung (natürlich je nach Wetter anpassen)
- Funktionsunterwäsche
- warme Kniestrümpfe
- Fleece oder wärmende Midlayer-Schicht
- wasserdichte (gefütterte) Jacke
- wasserabweisende Hose oder Gamaschen
- Mütze/Stirnband
- (wasserabweisende) Handschuhe

Optional (je nach Länge und Anforderung)
- Thermoskanne mit heißem Getränk
- Verpflegung (etwa Energieriegel, Nüsse, etc.)
- Kartenmaterial/ Führer
- Lawinenausrüstung (unbedingt davor prüfen!)
- Kamera (Batterien checken!)
- Handy (Batterien checken!)
- GPS-Gerät (Batterien checken!)

Fotos: (c) Zweckverband Im Tal der Murg/Aktivsport Maier/Hochschwarzwald Tourismus GmbH