· 

Aktiv im erfrischenden Nass

WALDRAUSCH-Sommersportserie, Teil eins: die Geheimtipps für Badeseen im Ländle

von Mareike Kratt

 

Strahlende Sonne, blauer Himmel, hohe Temperaturen - Sommerzeit ist Urlaubszeit. Doch warum in die Ferne fahren, wenn die Heimat genügend Erlebnisse bietet? In der aktuellen WALDRAUSCH-Ausgabe gibt’s anregende Tipps für spannendeTagesausflüge. Passend dazu auf der Homepage: die WALDRAUSCH-Sommersportserie. Teil eins: Geheimtipps für Badeseen im Ländle.


Ebnisee (Schwäbischer Wald)
Baden auf den Spuren der Flößerei: Mitten im Schwäbischen Wald und nicht weit von Stuttgart liegt der Ebnisee: Er ist im Sommer nicht nur ein beliebtes Ziel für Badefans und Erholungssuchende, er erzählt auch von der Bedeutung des Waldes und der Flößerei in vergangenen Zeiten. Vor 250 Jahren wurde die »Perle des Schwäbischen Waldes« aufgestaut. Der künstliche See entstand damals als Teil des Systems zur Versorgung der Landeshauptstadt Stuttgart mit Brennholz. Mit der Entwicklung der Eisenbahn endete die Bedeutung der Flößerei und der See wurde vernachlässigt. Als der Ebnisee von 1884 an zum Schutz vor Hochwasser wieder angestaut wurde, entwickelte er sich rasch zu einem beliebten Ziel für Urlauber.
Der Ebnisee liegt zwischen Althütte, Kaisersbach und Welzheim. Der See ist 6,7 Hektar groß, hat eine maximale Tiefe von 4,75 Metern und ein Fassungsvermögen von 163 000 Kubikmetern Wasser.

 

www.ebniseeverein.de

 

Foto: (c) Agentur Arcos
Foto: (c) Agentur Arcos

 

 

Bucher Stausee (Ostalb)
Erholen am Limes: An den Ausläufern der Ostalb liegt das Ellwanger Seenland. Zahlreiche Badeseen bieten dort verschiedenste Freizeitmöglichkeiten.
Neben Baden und Schwimmen besteht auch die Möglichkeit zum Surfen und zum Segeln. Der Bucher Stausee besticht noch durch eine weitere Besonderheit: Direkt am See befinden sich Mauerreste eines römischen Kastellbads und Gästehauses. Sie gehören zum Limes-Park Rainau, in dem noch weitere Zeugnisse aus der Römerzeit erhalten sind.
Der See mit 27 Hektar Wasserfläche kann auf einer komplett ebenen, barrierefreien Wanderstrecke umrundet werden. Im Bade- und Spielbereich mit einem 150 Meter langen Sandstrand stehen ausgedehnte Liegewiesen, Grillstellen, Duschen, Umkleidezellen, Sanitäranlagen sowie Spiel- und Trimmmöglichkeiten zur Verfügung. Der Bootsbereich bietet eine Slipanlage sowie einen Verleih von Ruder- und Tretbooten. Segeln, Surfen, Inlinern und Angeln sind weitere Freizeitaktivitäten.
Auch der Natur- und Vogelliebhaber wird am Vogelschutzgebiet »Vorbecken Buch« ganzjährig fündig. Am etwa fünf Hektar großen Vorbecken haben sich schon zahlreiche seltene Vogelarten eingestellt. Hier kann man sich auf einer Informationsplattform über die seltenen Vogelarten informieren. 

 

www.rainau.de

 

Foto: (c) Stadt Ellwangen
Foto: (c) Stadt Ellwangen

 

 

Nagoldtalsperre (Nagoldtal)
Die Nagoldtalsperre mit einer Gesamtlänge von 2850 Metern, einer Breite von bis zu 250 Metern und einer Tiefe von maximal 35 Metern ist einer der großen Wasserspeicher Baden-Württembergs und in den Sommermonaten beliebtes Ziel für Surfer, Taucher, Segler und sonstige Freunde des Wassersports.
Pläne für den Bau einer Talsperre gab es schon um das Jahr 1900, nachdem es immer wieder zu verheerenden Überschwemmungen im Verlauf der Nagold gekommen war. 1965 erfolgte der erste Spatenstich für die Nagoldtalsperre mit einem Gesamtinhalt von rund 5,6 Millionen Kubikmetern Wasser. Sie dient dem Hochwasserschutz, senkt die Unterhaltskosten für den Fluß Nagold und sorgt für einen gleichmäßigeren Wasserstand auch in Dürrezeiten. 
Ganz nebenbei ist die Talsperre auch ein umweltfreundlicher Stromlieferant. Die Turbine am Fuße des Staudammes hat bei Vollstau und einem maximalen Durchfluss von 1200 l/s eine Maximalleistung von 275 Kilowatt. Bei der Abgabe der Restwassermenge von mindestens 340 l/s während den Sommermonaten in die Nagold erzeugt die Turbine noch etwa 100 Kilowatt, sie ist an bis zu 300 Tagen im Jahr in Betrieb.
Die Talsperre liegt im Oberen Nagoldtal und ist umgeben von einem Landschaftsschutzgebiet mit 650 Hektar. Am Infopavillon gibt es einen Aussichtsturm der einen fantastischen Blick über den See und die von Wasservögeln belebten Schilf- und Röhricht Bestände bietet. Es werden verschiedene Führungen angeboten.

 

www.seewald.eu

 

Foto: (c) Touristik Seewald
Foto: (c) Touristik Seewald

 

 

Nonnenmattweiher (Schwarzwald)
Schwimmen in seiner natürlichsten Form - der Nonnenmattweiher im Heubronner Tal, zwei Kilometer östlich von Münsterhalden, bleibt auch im Hochsommer erfrischend kühl.
Eingerahmt von dunklen Fichten, auf 915 Metern Höhe liegt der Nonnenmattweiher, ein kleiner idyllischer Karsee, inmitten eines Naturschutzgebiets.
Besonders bei Naturfreunden ist dieser, verwunschen anmutende Ort mit seiner landschaftlichen Schönheit ein beliebtes Wanderziel. Seine seltene Flora und Fauna übt eine fast magische Anziehungskraft auf den Besucher aus.
Eine Seite des Sees wird teilweise von einer schwimmenden Torfinsel verdeckt, auf der gegenüberliegenden Seite ist eine Badebucht durch schwimmende Baumstämme abgegrenzt. Neben Wanderern und Badegästen, kommen hier auch  Nordic Walker voll auf ihre Kosten.
Die Fischerhütte, ein malerisch gelegenes Blockhaus nahe dem See, lädt zu echten Schwarzwälder Spezialitäten ein.

 

www.kleines-wiesental.eu

 

Foto: (c) Schwarzwald Tourismus
Foto: (c) Schwarzwald Tourismus

 

 

Windgfällweiher (Hochschwarzwald)
Im Dreiseengebiet liegt zwischen dem Schluchsee und Feldberg-Altglashütten der Windgfällweiher. Auf einem neu angelegten Seerundweg können Sie den kleinen Schwarzwald-See gemütlich in einer Dreiviertelstunde umwandern.
1895 wurde der Windgfällweiher zur heutigen Größe aufgestaut. Seine jetzige Größe ist 700 Meter lang und 400 Meter breit. Ein Teil des Wassers vom Feldsee fließt zuerst durch den Windgfällweiher bevor es den Schluchsee erreicht.
Das Schluchseewerk übernahm den Windgfällweiher 1929, um einen Kanal zu bauen, der das Wasser des Windgfällweihers zum Schluchsee umleitet. Seit 1950 steht der Windgfällweiher unter Landschaftsschutz.
Direkt am See gelegen ist das Strandbad mit SUP-Verleih Station.

 

www.strandbad-windgfaellweiher.de

 

Foto: (c) Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Foto: (c) Hochschwarzwald Tourismus GmbH